Arbeitsgesetz 8-Stunden-Tag ist laut Wirtschaftsweisem "veraltet"

Tobias | Männersache 13.11.2017
Acht Stunden sind "veraltet"
© gettyimages/JOHANNES EISELE

Der Wirtschaftsexperte Christoph Schmidt plädiert für mehr Flexibilität im Arbeitszeitgesetz. Es sei "veraltet", dass die Arbeit mit dem Feierabend ende.

Es geht dem Volkswirt und Vorsitzenden der Wirtschaftsweisen um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. "Die Vorstellung, dass man morgens im Büro den Arbeitstag beginnt und mit dem Verlassen der Firma beendet, ist veraltet", zitiert Spiegel den Business-Mann.

Video: Das sind die verrücktesten Gesetze der Welt

 

Das Arbeitsgesetz schreibt bisher vor, dass ein Arbeitnehmer in der Regel nicht mehr als acht Stunden am Tag arbeiten darf. Arbeitgeber würden dies gerne aufgelockert sehen.

Ein Menü bei McDonald's

Ein McDonald's-Mitarbeiter packt aus

Die Gewerkschafter sehen diese Forderung sehr kritisch. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte laut Welt, dass es im Arbeitsgesetz und in den Tarifverträgen schon jetzt viele Möglichkeiten gäbe, die Arbeitszeit flexibel zu gestalten. Im vergangenen Jahr hätten die Deutschen 1,8 Milliarden Überstunden geleistet – "die Hälfte davon unbezahlt".

Aber auch dem Wirtschaftsweisen sind die Probleme bekannt. "Eine Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes darf nicht bedeuten, dass man heimlich die Arbeitszeit ausweitet. Es sollte lediglich darum gehen, die bestehende Arbeitszeit flexibler über den Tag und innerhalb der Woche zu verteilen", sagte Schmidt.

Auch interessant:
6 Jahre Arbeit: Mann häkelt Teppich mit Super-Mario-Map
Bauarbeiter versteckt jeden Tag "Wo ist Walter?"-Statue für kranke Kinder

Tags:
Copyright 2018 maennersache.de. All rights reserved.