Hounds of Hell

Ab ins Heim: Bayern führt neue Kampfhund-Regelung ein

Es ist ein Hundeleben. Da hat man sich extrem erfolgreich domestizieren lassen, ist stubenrein und ein treuer Begleiter seines Herrchens, aber dann kommen plötzlich irgendwelches bajuwarischen Zweibeiner an und wollen einen in den Tier-Knast abschieben.

Kampfhunde hinter Gittern
Kampfhunde hinter Gittern Foto: iStock/DanBrandenburg

Das alles nur, weil es ein paar Halter gibt, die uns Vierbeinern die falschen Sachen beibringen und in hirnlose Killerköter transformieren. Frei nach dem Motto "Der tut nichts, der will nur töten!"

Tja, so ist das: In Bayern droht nicht nur Flüchtlingen die Abschiebung, sondern auch Hasso & Co. Allerdings bleiben sie dauerhaft im Land, müssen "nur" die Umquartierung vom ehemaligen Herrchen in ein Heim über sich ergehen lassen.

Das Problem: Bayern teilt Hunde in verschiedene Kategorien ein, wobei die Kampfhund-Kategorie 1 bedeutet, dass sie nur von Personen „mit berechtigtem Interesse“ gehalten werden dürfen. Darunter fallen zum Beispiel Polizeihundeführer.

Ausnahmen sind zwischen Aschaffenburg und Berchtesgaden sehr dünn gesät: "Es gibt nur ganz wenige Fälle, in denen eine Gemeinde die Haltung erlaubt hat", weiß Claus Reichinger, Vize-Chef des Tierschutzvereins München, zu berichten.

Hunde der Kategorie 2 gelten ebenfalls als aggressiv, dürfen jedoch unter gewissen Auflagen von jedem Bürger gehalten werden. Momentan sitzen 14 kaum vermittelbare Hunde in Bayerns Tierheimen. Durch ihren Status wird es immer schwieriger, einen passenden Halter für sie zu finden.

Wird dieser jedoch nicht in absehbarer Zeit gefunden, droht den Hunden der Tod. Dabei ist Pitbull-Mischling Astor gerademal ein Jahr alt!