Malm-Kommode IKEA ruft 29 Millionen Kommoden zurück

Tomasz | Männersache 22.11.2017
Die Ikea Malm-Kommode stellt für Kleinkinder ein hohes Risiko dar
© CARLOS HAMANN/getty images

Acht Kinder sind bereits durch umgekippte Kommoden aus dem Hause IKEA zu Tode gekommen. Der Möbelhersteller erneuert nun seinen Rückruf für 29 Millionen Produkte.

In Kalifornien ist ein Zweijähriger gestorben, als eine Malm-Kommode auf ihn gefallen ist. Sind die Möbel nicht ordnungsgemäß an der Wand befestigt, können sie leicht umkippen.

Es war bereits das achte Todesopfer durch einen solchen Unfall - alleine in den USA.

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Bereits 2016 hatte IKEA einen Rückruf gestartet. Auch in Deutschland wurden die Kunden informiert, die Kommoden gemäß Gebrauchsanleitung zu installieren. Einen Rückruf gab es allerding nur in Nordamerika.

IKEA hat bereits durch soziale Medien, ihre eigene Webseite und Mails 13 Millionen Kunden erreicht und vor den Risiken gewarnt. Durch die erneute Rückruf-Aktion soll noch mehr Aufmerksamkeit geschaffen werden.

Im vergangenen Dezember einigte sich das schwedische Möbelhaus mit den Familien drei anderer verunglückter Kinder auf eine Entschädigung von 50 Millionen US-Dollar.

Der erste bekannte Unfall mit einer Malm-Kommode ereignete sich bereits vor 28 Jahren – die anderen sieben dann ab 2002.

 

Rund 300.000 Kinder verunglücken jährlich in den eigenen vier Wänden – häufig durch umgekippte Möbel. In den USA stirbt alle zwei Wochen ein Kind durch nicht ordnungsgemäß befestigte Möbel, berichtet cleankids.

Viele Regale, Kommoden und ähnliches haben eine geringe Standfestigkeit und können leicht umkippen. Verhindern kann man das relativ leicht, indem man die Möbel mithilfe von Winkeln an der Wand befestigt.

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