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4-Tage-Woche getestet: Experiment wird zum Mega-Erfolg

Gleicher Lohn, ein Tag weniger Arbeit – das ist ein Experiment, welches erstaunliche Erkenntnisse bringt, vor allem wenn es länger läuft. All eyes on Iceland!

Reykjavik, Island
Reykjavik, Islands Hauptstadt: Weniger arbeiten, dafür konstruktiver Foto: iStock / powerofforever

Gleiches Gehalt, weniger Arbeit

Versuche einzelner Unternehmen diesbezüglich gab es bereits zur Genüge, aber auf Island werden nun gleich zwei Feldversuche ausgewertet, die die 4-Tage-Woche über Jahre getestet haben. Und? Wie lautet das Ergebnis?

Am besten kann man es wohl mit einem "Grundsätzlich positiv" bewerten. Die fast logische Konsequenz: Es wurde festgestellt, dass die am Experiment teilnehmenden Arbeitskräfte deutlich entspannter und dann zwangsläufig weniger anfällig für negative Stress-Symptome wie etwa Burn-outs sind.

Optimierung von Arbeitsroutinen

Gleichzeitig sei die Produktivität der Angestellten jedoch gar nicht oder nur sehr leicht gesunken, in vielen Fällen aber sogar gestiegen. Die Glaubhaftigkeit ist beiden isländischen Testreihen ist dabei hoch, denn die eine startete 2017 mit 400 Personen und die andere begann sogar schon 2015, mit einer Teilnehmerzahl von 2.500 Beschäftigten.

Der Clou dabei ist die Ausdünnung oder sogar Streichung von sonst vollkommen normaler Arbeitsroutinen. Beispiel: Meetings wurden entweder verkürzt oder gleich ganz gestrichen und durch E-Mails ersetzt. Das war aber nur der Anfang. Gezielt wurde nach weiteren Prozessen gesucht, die verkürzt oder komplett gestrichen werden können.

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Bessere Work-Life-Balance

Am Ende steht also eine optimierte Arbeitsstruktur, die dazu führt, dass ein kompletter Arbeitstag gestrichen werden kann. Das wiederum verbessert natürlich die Work-Life-Balance der Mitarbeiter, was diese motiviert, dass sie in der verbliebenen Arbeitszeit noch konstruktiver und engagierter sind.

Also alles gut? Mal schauen. Zum Beispiel, ob sich das isländische Experiment auf anderen Staaten übertragen lässt. Wer sich die Auswertungs-Studie zu diesem Experiment genauer anschauen will und im Englischen sattelfest ist, findet das Original hier als PDF.