Tarifverhandlungen 28-Stunden-Woche: IG Metall fordert kürzere Arbeitszeiten

10.10.2017
28-Stunden-Woche: IG Metall fordert kürzere Arbeitszeiten
© iStock / Kerrick

Eine spannende Entwicklung, die die IG Metall da anstößt: Die Gewerkschaft möchte 6 Prozent mehr Geld und kürzere Arbeitszeiten durchsetzen. Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen ab.

23 Jahre ist es her, dass die IG Metall die 35-Stunden-Woche durchsetzen konnte. Nun peilt die Gewerkschaft eine weitere Verringerung der Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden an. Genauer: Die 3,9 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie sollen die grundsätzliche Möglichkeit erhalten, ihre Stundenzahl pro Woche über einen Zeitraum von 2 Jahren reduzieren zu können. Darüber hinaus verlangt die IG Metall Ausgleichszahlungen in unterschiedlicher Höhe für Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder und pflegende Familienangehörige.

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Der stärksten deutschen Gewerkschaft geht es dabei vor allem um eines: Beschäftigte sollen ihre Arbeitszeit für einen begrenzten zeitlichen Rahmen auf 28 Stunden reduzieren können, um im Anschluss wieder zur 35-Stunden-Woche zurückkehren zu dürfen. In ihren Augen gewinnen die Arbeitgeber dadurch an Attraktivität. Diese wiederum befürchten, eine Umsetzung der Forderungen würde den Fachkräftemangel verschärfen.

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