Tarifverhandlungen

28-Stunden-Woche: IG Metall fordert kürzere Arbeitszeiten

Eine spannende Entwicklung, die die IG Metall da anstößt: Die Gewerkschaft möchte 6 Prozent mehr Geld und kürzere Arbeitszeiten durchsetzen. Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen ab.

28-Stunden-Woche: IG Metall fordert kürzere Arbeitszeiten
28-Stunden-Woche: IG Metall fordert kürzere Arbeitszeiten Foto: iStock / Kerrick

23 Jahre ist es her, dass die IG Metall die 35-Stunden-Woche durchsetzen konnte. Nun peilt die Gewerkschaft eine weitere Verringerung der Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden an. Genauer: Die 3,9 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie sollen die grundsätzliche Möglichkeit erhalten, ihre Stundenzahl pro Woche über einen Zeitraum von 2 Jahren reduzieren zu können. Darüber hinaus verlangt die IG Metall Ausgleichszahlungen in unterschiedlicher Höhe für Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder und pflegende Familienangehörige.

Der stärksten deutschen Gewerkschaft geht es dabei vor allem um eines: Beschäftigte sollen ihre Arbeitszeit für einen begrenzten zeitlichen Rahmen auf 28 Stunden reduzieren können, um im Anschluss wieder zur 35-Stunden-Woche zurückkehren zu dürfen. In ihren Augen gewinnen die Arbeitgeber dadurch an Attraktivität. Diese wiederum befürchten, eine Umsetzung der Forderungen würde den Fachkräftemangel verschärfen.