Gesundheits-Update 200 Jahre alt? Kein Problem, das Altern wird abgeschafft!

Michael | Männersache 09.10.2019

Es klingt wie der ultimative Menschheitstraum: für immer leben, unsterblich sein. Ein Genetik-Professor der Harvard University sagt jetzt: Das geht!

David Sinclair
Der Genetiker David Sinclair Foto:  imago images / Lundi13
Inhalt
  1. Die Versprechen des David Sinclair
  2. Kann man wirklich ewig leben?
  3. Sirtuine, Metformin und Rapamycin
 

Die Versprechen des David Sinclair

Sinclair glaubt, dass Menschen prinzipiell ewig leben können, zumindest aber deutlich länger als bisher. 200 Jahre alte Menschen seien zukünftig kein Problem.

"Der erste Mensch, der 150 Jahre alt wird, ist wahrscheinlich schon geboren", sagt er. Für ihn ist das Altern nichts anderes als eine ganz normale Krankheit, die man behandeln sollte.

Die dazu notwendige Medizin gibt es schon, sagt Sinclair, weitere wird die bald einsetzende Revolution in der Medizin hervorbringen.

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Kann man wirklich ewig leben?

Dadurch könne man dann auch mit 50 Jahren noch wie ein Lausbub aussehen, verspricht er.

Wer als Nicht-Genetiker und Nicht-Mediziner solche Aussagen hört, denkt wahrscheinlich zuerst an "Das Bildnis des Dorian Gray" von Oscar Wilde, wo ein Gemälde anstelle des ewig jungen Titelhelden altert.

Ist das also doch nur Spinnerei eines Forschers, der sich wichtigmachen will?

David Sinclair forscht seit 25 Jahren an dem Thema und hält die neuesten Entwicklungen in der Stammzellenforschung und Gentechnik für so bedeutend, dass er sich sicher ist, das Alter lässt sich nicht nur aufhalten, sondern sogar wieder umkehren.

Wie sehr er sich der Sache verschworen hat, erkennt man daran, dass er mehrere Mittel gegen das Altern, die sich momentan noch im Versuchsstadium befinden, bereits an sich selbst testet. An sich und seiner Frau. Und ihren drei Hunden.

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Das mag man nun leichtsinnig finden, allerdings kann man andererseits nicht verleugnen, dass Sinclair nicht wie 50, sondern eher wie 30 aussieht. Nach Aussagen seiner Ärzte hat er auch das Herz und Blutbild eines 30-Jährigen.

 

Sirtuine, Metformin und Rapamycin

Es weithin anerkannt, dass genetische und epigenetische Faktoren entscheidend für unseren Alterungsprozess sind. Im Prinzip ist das Altern nichts anderes als ein Informationsverlust.

Gelingt es mit Mitteln, wie etwa den Sirtuinen, Enzyme, die in verschiedenen Lebensformen wie auch dem Menschen vorkommen, diesen Informationsverlust innerhalb der DNA zu stoppen oder gar umzukehren, klingt die Überschrift dieses Artikels plötzlich gar nicht mehr so verrückt.

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Die Medikamente Metformin und Rapamycin, die momentan noch anderen Aufgaben als der Rejuvenierung nachkommen, haben teilweise noch heftige Nebenwirkungen. Da muss also noch ein wenig geforscht werden, bis sie zur Unsterblichkeit beitragen.

Sinclair ist dennoch überzeugt, dass im Jahre 2100 die Menschen im Schnitt 120 Jahren alt werden.

Abwarten. Wir bleiben erstmal skeptisch. Schauen wir in 81 Jahren nochmal bei ihm vorbei.

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