Das war doch klar 13 Minuten, 54 Sekunden: Neymar stellt fragwürdigen WM-Rekord auf

Michael | Männersache 05.07.2018

Die Sportbranche ist berühmt und berüchtigt für die wildesten Rekorde, sie definiert sich geradezu dadurch. Wenn Hamilton die soundsovielte Pole seiner Karriere holt, dann rückt er Schumachers All-time-Bestmarke wieder ein Stück näher. Wenn Dirk Nowitziki seinen 30.000sten Punkt einnetzt, hat er damit eine Schallmauer durchbrochen. Und im Fußball?

Da führt jetzt der teuerste Spieler aller Zeiten (für 222 Millionen nach Paris St. Germain gewechselt) eine recht eigenwillige Statistik an. Mit 13 Minuten und 54 Sekunden stellt Neymar die Bestmarke auf.

Da können selbst seine Weltfußballer-Kollegen Lionel Messi und Cristiano Ronaldo nicht mithalten. Und da diese bereits bei der WM in Russland mit ihren Teams ausgeschieden sind, könnte er seinen Vorsprung sogar noch ausbauen.

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Und um welche Top-Leistung geht es jetzt? Traurigerweise ist es kein Ruhmesblatt, das sich der brasilianische Star ans Revers heften kann.

Neymar lag bei dieser WM bis jetzt sage und schreibe knappe 14 Minuten auf dem Boden, nachdem er entweder tatsächlich gefoult wurde, oder der Schauspieler in ihm wieder die unstillbare Gier verspürte, den Schiedsrichter in eine für sein Team günstige Richtung zu lotsen. 14 Minuten!

Natürlich steht ein Star mit seinen Fähigkeiten im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit aller Spieler der gegnerischen Mannschaft. Die doppelte Blutgrätsche lauert quasi schon im Bein des Verteidigers und ihr Fadenkreuz zielt auf Neymars Waden.

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ABER: Sollte ein Fußballstar nicht vor allem Fußball spielen? Wenn er gefoult wird, darf er ja hinfallen, aber wenn ihm der Gegner im Vorbeigehen ein paar Gänseblümchen ins Ohr haucht, muss er ja nicht gleich zu Boden sacken, wie ein Kalb, das man mit einem Bolzenschussgerät traktiert hat.

Als im Spiel gegen Mexiko Miguel Layun ihn leicht an der Schulter berührte, wurde Neymar wieder einmal von der Erdanziehung übermannt, sackte zusammen und wand sich, am Boden liegend, wie ein mit einem Spaten zerteilter Regenwurm in konvulsivischen Zuckungen, die ihm Bestnoten in jeder Bodenturnübung eingebracht hätten.

Warum Neymar, warum?

Klar, Südamerika ist die Heimat spackiger Telenovelas. Aber, lieber Neymar, du kickst bei einer WM vor den Augen der ganzen Welt. Und die kann deine Primaballerina-Allüren teilweise nicht mehr ertragen.

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Es steht wohl außer Frage, dass aus genau diesen Gründen Neymar niemals in die Premier League wechseln wird, wo man mit einem Stollen im Kopf noch lange nicht nach Hause geht.

Also bitte, lieber Junge: Es gab eine große Anteilnahme, nachdem du bei der Weltmeisterschaft 2014, deiner Heim-WM, heftig in den Rücken gecheckt wurdest. Jeder bedauerte dein Turnier-Aus und verurteilte das Brutalo-Foul.

Aber du siehst genauso schmerzverzehrt aus, wenn dir jemand einen aufmunternden Klapps auf die Schulter gibt. Relativiere bitte nicht länger deine überragenden Fähigkeiten durch derartig überdramatische Schauspiel-Einlagen!

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