News-Update

"110 anrufen" – PETA veröffentlicht Tipps gegen Angler

PETA ist eine Tierschutzorganisation, die nicht gerade mit subtilen Mitteln auf ihre Anliegen hinweist. Auch Angler geraten in ihr Visier. Jetzt wurde ein diesbezüglicher "Wie reagieren"-Leitfaden erarbeitet. Petri Heil!

Angler am Wasser
Tierrechtsorganisation Peta nimmt Angler ins Visier Foto: Getty Images / Michael Steele

Was tun, wenn man auf Angler trifft?

Es ist schon konsequent: Wenn Tiere schützen, dann doch bitte alle. Also auch die Fische. Also sind Angler Tierquäler. Oder?

PETA sagt "ja" und hat ihren Sympathisanten deswegen drei Verhaltensweisen an die Hand gegeben, wie man sich verhalten kann, wenn man auf einen Angler trifft.

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Zunächst die Situation evaluieren

Zunächst soll der Tierfreund versuchen, die Situation richtig zu interpretieren. PETA schreibt dazu:

„Schätzen Sie zunächst die Gesamtsituation ein: Sind Sie alleine unterwegs oder in einer Gruppe? Ist der Angler alleine oder in einer Gruppe? Sieht er freundlich oder eher ablehnend aus?“
PETA (Tierschutzorganisation)

Fällt diese Beurteilung negativ aus, ist also der Angler als nicht freundlich ausgemacht, solle man weitergehen und die Situation aus der Ferne beurteilen. Falls möglich, wäre auch eine Handy-Aufnahme gut.

Verstöße aufzeichnen und melden

Wird beobachtet, wie der Angler einen Fisch fängt, beginnt die Spitzeltätigkeit: Wird der Fisch nicht betäubt, bevor er getötet wird? Landet er in einem trockenen Eimer? Wird er wieder ins Wasser geworfen?

Liegt ein solcher Fall vor, ist es an der Zeit, die Polizei zu rufen:

„Sollten Sie einen dieser Fälle beobachten, können Sie die Notrufnummer 110 anrufen und einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz melden. Die Polizei ist in diesem Zusammenhang sehr kooperativ. “
PETA (Tierschutzorganisation)

Das persönliche Gespräch suchen

Scheint der Angler freundlich und zugänglich, sollte man versuchen, ein Gespräch mit ihm zu beginnen, in dessen Ablauf der Angler darüber aufgeklärt werden könne, dass Fische, wie andere Tiere auch, Schmerzen empfinden und natürlich lieber leben als sterben wollen.

Ganz nebenbei könne man nach einem gültigen Fischereischein fragen und insgesamt "versuchen, die gefangenen Fische zu retten".

Offene Punkte

Soweit die PETA-Empfehlungen. Dabei bleiben allerdings einige Punkte und deren Umsetzung sehr vage bzw. ganz offen:

  • Wie soll man "die gefangenen Fische retten"? Geht doch wohl nur, wenn man den Fang des Anglers in dessen Beisein wieder in das Gewässer zurückkippt. Eskalation vorprogrammiert.

  • Wie lange soll man die Szene beobachten? Ab wann ist klar, dass der Fischer nichts fängt? Bei einer solchen Vorgehensweise kann aus einem Spaziergang schnell ein stundenlang zu beziehender Überwachungsposten werden. Und höchstwahrscheinlich hat der Angler dann das größere Sitzfleisch.