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-70 Grad: Kälterekord auf Nordhalbkugel bestätigt

Wissenschaftliche Untersuchungen haben mit knapp -70 Grad nun einen neuen Kälterekord für die Nordhalbkugel festgestellt. Leugner des Klimawandels freuen sich allerdings zu früh.

Eisberg bei Grönland
Eisberg bei Grönland Foto: iStock / HenriVdl

Neuer Wetter-Rekord entdeckt

Wissenschaftler haben jetzt bei der Durchsicht diverser Aufzeichnungen über gemessene Temperaturen überraschend einen neuen Kälterekord für die Nordhalbkugel unseres Planeten festgestellt.

Mitarbeiter der Weltwetterorganisation (WMO) korrigierten die bisherige Tiefstmarke von -67,8 Grad, die damals in Sibirien (Februar 1892 in Werchojansk und Januar 1933 in Oimjakon) festgestellt wurde, auf nun -69,6 Grad.

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Grönland entthront Sibirien

Wird es also doch gar nicht immer wärmer und der Klimawandel ist tatsächlich ein Hoax? Nicht ganz so schnell, bitte. Denn die neue Tiefsttemperatur wurde zwar erst jetzt bei der Durchsicht und Auswertung gigantischer Datenberge entdeckt.

Tatsächlich ereignet haben sich die knapp -70 Grad allerdings bereits vor 30 Jahren, genauer am 22. Dezember 1991. Damals unterhielt die US-Universität Wisconsin-Madison eine Messstation in Klinck, auf einer Höhe von 3105 Metern.

106-Grad-Spanne in Werchojansk

Die sibirische Stadt Werchojansk scheint übrigen ein Fleck der Extreme zu sein. Neben der ehemals kältesten Temperatur auf der Nordhalbkugel hält sie mit 38 Grad wahrscheinlich auch den Rekord für den höchsten jemals nördlich des Polarkreises gemessenen Wert.

Am kältesten ist unsere Erde auf der Südhalbkugel. Nahe der Forschungsstation Wostock wurden im Juli 1983 unfassbare -89,2 Grad gemessen. An gleicher Stelle hat ein Wetter-Satellit im Jahr 2010 sogar -93,2 Grad gemessen.